Am Freitag, den 3. Juli 2026, machte sich der Biologie-Leistungskurs unter der Leitung von Herrn Schelkle auf den Weg, um eine umfassende Gewässeranalyse durchzuführen. Unterstützt wurden wir dabei vom Umweltbus „Lumbricus“. Ziel der Exkursion war es, den Zustand eines heimischen Gewässers zu untersuchen und mehr über die ökologischen Zusammenhänge vor Ort zu erfahren. Als Untersuchungsort diente ein Nebenarm der Erft, der durch das Gelände des Kinderbauernhofs in Selikum fließt. Frau Horn von der Natur- und Umweltschutz-Akademie stellte den Umweltbus zur Verfügung und leitete uns bei der praktischen Arbeit an.
In mehreren Gruppen sammelten wir Daten zur Struktur des Gewässers, zur chemischen Zusammensetzung sowie zur dort vorkommenden Flora und Fauna. Anschließend wurden die Ergebnisse mithilfe der umfangreichen technischen Ausstattung des Umweltbusses ausgewertet. Die Untersuchungen deuteten leider auf eine eingeschränkte Gewässerqualität hin.
Daraufhin entwickelten und diskutierten wir gemeinsam mögliche Maßnahmen zur Renaturierung. Als wesentliche Ursachen für die geringe Artenvielfalt und das vermehrte Auftreten von Neozoen wurden diesbezüglich der sehr gleichförmige Gewässerverlauf sowie die erhöhte Wassertemperatur identifiziert.
Die Exkursion bot uns einen anschaulichen und praxisnahen Einblick in die Arbeit des Natur- und Gewässerschutzes. Für alle Beteiligten war sie eine interessante und bereichernde Erfahrung, die der Kurs uneingeschränkt weiterempfehlen kann.
Verfasser: Dajan Richhardt (Q1)





