Besuch aus dem fernen Südafrika

Am Nelly gibt es seit kurzer Zeit ein neues Gesicht: Liam Thom, 16 Jahre alt, ist Austauschschüler aus Südafrika, derzeit zu Besuch bei Tom Roesberger aus der 9 c, und nimmt seit Ende November an unserem Unterricht teil. Er wird uns jetzt erzählen, wie er das Nelly wahrnimmt, und wie es sich anfühlt, für sechs Wochen in einem Land mit völlig anderer Sprache und Lebensweise zu sein:

Liam, wie war deine Reise? Bist du gut angekommen?

Ja bin ich, danke. Ich bin zuerst vom O.R. Tambo-Flughafen in Johannesburg bei 30 ° C abgeflogen und nach ca. 10 Stunden bei 5 ° C in Frankfurt gelandet. Von dort ging es mit dem Zug bis nach Köln, wo mich meine Gastfamilie abgeholt hat.

Klingt nach einer aufregenden Reise! Warst du vorher schon einmal in Deutschland?

Ja, ich habe schon Köln, Trier und München besucht, aber ich war dort nicht in der Schule. Das Nelly ist meine erste deutsche Schule.

Stichwort Nelly, wie gefällt es dir hier in Neuss und am Nelly?

Ich mag es hier sehr und das Nelly gefällt mir. Hier herrscht weniger Prüfungsdruck als in südafrikanischen Schulen, und die Stimmung ist viel lockerer.

Wie ist das für dich während des Unterrichts? Binden die Lehrer Dich ein?

In den meisten Fächern, besonders in den mündlichen, wie z.B. Politik oder Erdkunde kann ich nicht wirklich zum Unterricht beitragen, aber in den schriftlichen, wie Mathe beteilige ich mich so gut es geht. Im Englischunterricht habe ich auch schon über Südafrika berichtet.

Wie groß ist der Unterschied zwischen deiner Schule und dem Nelly?

Ziemlich groß, z.B. tragen wir Schuluniformen, und es gibt Vorschriften für die Frisur. Hier dürft ihr tragen, was ihr möchtet. Wir haben regelmäßige Schulversammlungen. So etwas gibt es hier nicht.

Warum hast du dich ausgerechnet für Deutschland entschieden und nicht z. B. für die USA oder Großbritannien?

Ich interessiere mich sehr für Deutschland und lerne seit drei Jahren Deutsch. Das möchte ich während meines Aufenthalts hier verbessern. Und auch sonst möchte ich einfach sehen, was Deutschland so „zu bieten“ hat.  Die Skihalle, der Tanzkurs, der Weihnachtsmarkt und das deutsche Essen gefallen mir sehr. Nur das Wetter könnte etwas besser sein.

Wenn ihr uns auf dem Gang oder so begegnet und noch Fragen habt, sprecht uns gerne einfach an!

Liam Thom und Tom Roesberger

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