II. Medienpädagogisches Leitbild des Nelly-Sachs-Gymnasiums
Das Nelly-Sachs-Gymnasium versteht sich als moderne, allgemeinbildende weiterführende Schule mit dem Ziel, eine fundierte gymnasiale Bildung mit einer zukunftsorientierten Ausrichtung zu vermitteln. Wir sehen Lehren und Lernen im Digitalen Wandel als verantwortungsvollen, reflektierten und kompetenzorientierten Prozess. Dabei sollen die digitalen Medien individuelle Lernwege unterstützen, Zusammenarbeit fördern und auf eine zunehmend digital geprägte Welt vorbereiten – stets mit dem Gedanken, unsere Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zu mündigen, kritischen und verantwortungsbewussten jungen Menschen zu begleiten (vgl. unser Leitbild zum Schulprogramm).
Drei Säulen sollen diesen Anspruch einer umfänglichen medialen Bildung strukturieren. Für jede der drei am Nelly verankerten Säulen medialer Bildung ist von zentraler Bedeutung, dass die Lernenden nicht nur theoretische Medienkompetenz erwerben, sondern digitale Medien und Werkzeuge auch regelmäßig und selbstverständlich für ihr Lernen nutzen.
Dabei soll die Nutzung digitaler Medien nicht um ihrer selbst Willen geschehen, sondern zu einer veränderten und verbesserten Unterrichtsmethodik führen. Ein verstärkt schülerorientierter Fachunterricht sowie eine höhere Individualisierung von Lernprozessen kann und soll zu einem Zuwachs an selbstgesteuertem Lernen, kognitiver Aktivierung und Arbeitsmotivation beitragen. Auch eine stärkere und notwendige Differenzierung kann durch adäquate Digitalisierung von Lern- und Arbeitsphasen erreicht werden.
Zugleich besteht, um diesem Ziel gerecht zu werden, für die Lehrkräfte die Herausforderung, sich selbst für einen Unterricht im digitalen Wandel zu qualifizieren und beständig fortzubilden. Ziel ist es, dass Lehrkräfte und Lernende gleichermaßen in der Lage sind, mit modernen digitalen Medien umzugehen und sie im Unterricht selbstverständlich zu nutzen.
Unveränderbar bleibt aber, dass auch weiterhin der Mensch im Mittelpunkt steht. Digitale Medien unterstützen Lernprozesse, ersetzen aber nicht Beziehung und pädagogische Verantwortung. Unterstützend können sie auch innerhalb unserer konstruktiven Fehler- und Feedbackkultur wirken, die wir weiterhin fördern wollen.

